Wenn alles technisch so klappt, wie ich es plane, dann können Sie bequem von Sessel/Stuhl/Sofa/etc. unserer Präsentation beiwohnen.
Hier
Auch zu finden unter diesem Link: http://www.ustream.tv/channel/fgz---frankfurter-gemeine-zeitung
@ 2011-05-29 – 00:19:41
Wenn alles technisch so klappt, wie ich es plane, dann können Sie bequem von Sessel/Stuhl/Sofa/etc. unserer Präsentation beiwohnen.
Hier
Auch zu finden unter diesem Link: http://www.ustream.tv/channel/fgz---frankfurter-gemeine-zeitung
@ 2011-05-27 – 00:47:43
Es ist soweit, und die Frankfurter Gemeine Zeitung stellt sich vor.
Viele sehenswerte Persönlichkeiten auf der Bühne!
Mit Wort/Bild/Video und einigen Über-Raschungen!
☞ EILT! EILT! EILT!
Wie man so schön sagt: ein Bild ist mehr als 1000 Pixel, von daher...
Na? Wer hat's erkannt? Der gute Tristan (mit seiner Isolde?).
Achja: das Plakat wurde nicht von mir erstellt - und das bedeutet: FGZ ist Dada! Und das ist gut so.
Wir versuchen aber, auch Online-Übertragung zu starten. Sage ich jetzt mal einfach so. Entweder auf der Hauptseite: http://kwassl.net, oder auch hier werde ich dann Livestream veröffentlichen (wenn alles klappt).
Kunststeckbrief
Was: Frankfurter Gemeine Zeitung stellt sich vor
Wo: Keller-Theater, Frankfurt, Mainstraße 2
Wann: 29.05.2011 um 18:00
Medien: http://kwassl.net
@ 2011-05-23 – 21:12:55
Ab morgen ist Frankfurt unsicher. Das besagt dieser Poster:

Nein, ich meine natürlich nicht Kanacken Welt. Sondern EXPERIMENT, lyrisch. Die Frankfurter Lyriktage sind in diesem Jahr unter dem Zeichen des Experiments - wie schön, wie scho¨n!
Und ich bin diesmal wohl dabei - zwar nicht auf der Bühne, aber zumindest irgendwo im Publikum. Wer weiss, wann in Frankfurt das nächste mal die Experimentale stattfindet? Achja, Franz Mon kommt. Und Gert Scobel. Und viele andere.
Also es wird sicher spannend. Und für die Konventionen wird es hoffentlich - zumindest diese Woche - nicht mehr sicher in Frankfurt sein.
Kunststeckbrief
Was: EXPERIMENT, lyrisch - Frankfurter Lyriktage 2011
Wo: Frankfurt am Main, verschiedene Orte
Wann: 24.-28.05.2011
Medien: http://www.frankfurter-lyriktage.de
@ 2011-05-23 – 11:16:06
Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang!
- wie der Numer-Eins-Hit des Jahres 1954 von Golkowsky-Quartet berichtete.
Doch Schluss mit lustig.
Nicht am 30. Mai, sondern am 21. Mai.
Denn wie Harold Camping, ein Moderator des Christlichen Radiosenders Family Radio vor einiger Zeit prophezeite (und ich zitiere seine deutsche Web-Präsenz):

Das Datum sei fest und definitiv (denkt an die Etymologie dieses Wortes nach!). Ausgerechnet wurde das Datum durch die Studien von Bibel (s. PDF auf Deutsch).
Das Ende der Welt sollte in Form der Entrückung (Rapture) geschehen - also wenn ich hier Wikipedia zitieren darf:
Mit dem Begriff Entrückung bezeichnet man in einem mythologischen oder biblischen Zusammenhang das Phänomen, dass eine Person leibhaftig aus der irdisch-konkreten Erscheinungswelt in eine himmlische Sphäre versetzt wird.
Quelle: Wiki.
Viele haben Mr. Camping geglaubt. Und so, am Samstag zogen sich Unmengen weltweit feierlich an, nahmen die letzte Mahlzeit auf Erden und gingen nach draussen, um bequemerweise in die himmlische Sphäre versetzt zu werden (durch die Decke kommt man ja bekanntlich nur schwer durch).
S. NY Daily News:
Auf dem Bild sehen wir Robert Fitzpatrick, einen von vielen, der auf das Ende der Welt auf Times Square erwartet (Quelle).
Und wartet.
Und wartet.
Und wartet.
Genauso wie auf dem Gemälde "Erwartung" des Surrealisten Richard Oelze

Quelle: Netschau
Und - faszinierend! - es passiert genau das, was damals, im September 1994 passierte, als Camping die vorherige felsenfeste Entrückung prophezeihte, nämlich:
nichts
Unruhe wächst unter dem Weltende-Empfangskommitee. Denn viele von den Gläubigen haben dem Mr. Camping ihr komplettes Vermögen, ihre Autos und Häuser hinterlassen, denn wer braucht schon diese Dinge da droben?
Doch es gibt keine Antwort, weder von Oben, noch von Herr Camping. Denn der Final Countdown auf seiner Webseite ist bereits abgelaufen:

Wo ist das Problem? Das Problem ist lediglich, dass Mr. Camping dem Lied von Golkowsky-Quartett nicht zugehörte. Denn die letzte Strophe lautet:
Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
wir leben nicht, wir leben nicht mehr lang.
Doch keiner weiß in welchem Jahr
und das ist wunderbar.
Wir sind vielleicht noch lange hier
und darauf trinken wir.
Na dann Prost! P.S. Und vielen Dank an BP für mehrere intertextuelle Hinweise.
@ 2011-05-20 – 16:57:39
Ich habe irgendwo einen Blog, einen von dutzenden anderer, in dem ich mal über die Social Communities, Netzwerke etc. schrieb. Vor allem über die Kritiker dieser neuen Kommunikations-Möglichkeiten, die Web2.0-Welt als ein zeitraubendes Unterfangen definieren. Als Gegenantwort darauf habe ich folgendes parat:
Je mehr Netzwerke man involviert, umso besser.
Naja, darum geht es hier aber nicht. Schon seit geraumer Zeit ist ausgerechnet dieser Blogeintrag zum Ziel für Spammer der Glückspiele (Poker, Roulette, Casino etc.) geworden. Doch statt penetrant den Blog vollzumühlen, machen sie es plötzlich auf eine überraschend komminikative, soziale und freundliche Art und Weise. Man muss sich nur vorstellen, folgende Einträge sind mit Roulette&Co. betitelt:
Wahnsinn dass sowas wirklich funktionieren kann ![]()
Tjo, Sachverhalte konnen manchmal wirklich einfach erscheinen. Herzlichen Dank fur eure Erklarungen :-)
Grundsätzlich betrachtet ist das eine super Story, ich bin mir aber unsicher, ob das auf Dauer realistisch umsetzbar ist!
Also ich glaube dies war eh nur ne Mode
Absolut Genialer Comment, dies wollte ich selbst auch schon immer Mal ausdrücken, wusste nur niemals wie man das zu Papier bringen kann :-) .
Da fragt man sich beim Uberfliegen ja schon, ob man nicht irgendwie auf den Kopf gefallen ist. Danke fur deine Erklarungen
Unglaublich dass das tatsächlich passieren kann
An sich ne super Geschichte, ich bin mir nur unsicher, ob das auch auf Dauer realistisch umsetzbar bleibt!
Höfflich sind sie geworden, die Spammer. Ich bin fast versucht, auf ihre Seiten über die Manipulationen der Spielautomate etc. zu gehen.

@ 2011-05-17 – 19:32:56
Nicht, dass Sie jetzt denken, dass ich diesen Samstag damit verbracht habe, die Mainstream-Pop-Kitsch-Veranstaltung Eurovision Song Contest 2011 zu verfolgen. Dieser skurille Wettbewerb, bei dem...
ist eigentlich eine Apotheose von Mainstream. Daher freut man sich auf die Juwelen, die sich plötzlich zwischen den Massenprodukten entdecken.
Diesmal war es Moldova - mit der Anarcho-Ethno-Ska-Gruppe "Zdob şi Zdub " und ihrem Lied "So Lucky!"
Dieses Rhytmus, diese Kostüme - als ob sie gerade auf der Bühne des Cabaret Voltaire wüten. Und das plötzliche Artistokraten-Monokel im Auge eines stylisierten Bauers! Das ist ja Bachtins "zweite Kultur", das Karnevaleske als eine Antwort auf die Totalitarität der Leitkultur, als ein Antikonventions-Ventil.
Erinnert mich fast an Hans Arp mit seinem "Nabel-Monokel"

(Quelle: http://www.arpmuseum.org/html/museum/cont_arp.html)
Aber jetzt, wo Sie bereits denken, dass ich diesen Samstag damit verbracht habe, die Mainstream-Pop-Kitsch-Veranstaltung Eurovision Song Contest 2011 zu verfolgen - was soll's!
@ 2011-05-15 – 16:26:32
Neulich war ich auf einer
deckungsreise. Nein, ich fange lieber anders an. 1973 entstand im Mittelhessen eine Initiative. Initiative Gross-Gerau, oder kurz: IGG. Der örtliche Bezug in diesem Namen deutet lediglich auf die Gründung hin, denn zu der Initiative gehören viele aufgeschlossenen Kreativen, die nun quer durch die Bundesrepublik verteilt sind.
Es ist kein Gefälligkeitsverein, und bereits fast seit 40 Jahren veranstaltet Pedro Warnke und IGGler unzählige Performances, Ausstellungen, Villabesetzungen, Tetraederverbreitungen, Plastique-Folie-Luftbefüllungen kurz: man macht die Wirklichkeit eines Schild- und Spiessbürgers unsicher. Doch nicht auf eine arrogante Art und Weise, wie es manch einer Kunstschaffende des Kulturbetriebes tut. Sondern direkt, aufgeschlossen, infiltrierend, so, dass die Zuschauer plötzlich eine neue Perspektive auf die Welt selbst entdecken. Über IGG kann (und muss) man viel erzählen, doch das kommt das nächste mal, denn:
Neulich war ich auf einer
deckungsreise.
Im Gross-Gerauer Stadtmuseum erwartete mich etwas seltsames. Was, liebe Freunde, ist denn das da für Ding, und was hat das in einem Museum verloren?
Dieses Werkzeug war allen Exponaten vorangestellt.
Was ist das?
Pedro Warnke hat schon wieder eine überwältigende Idee. Die museale Atmosphäre ist normalerweise einseitig: die Werke hängen autoritär auf den Wänden rum, und vor ihnen tummeln sich bescheidene Besucher, voller Angst und Bewunderung.
Nicht berühren!
Nicht näher kommen!
Sonst wird Alarm ausgelöst und die hechelnden Museumswächter eilen schon herbei.
(MFG, Ihre Kultur)
Was für mittelalterliche, und vor allem unfruchtbare Disposition. Da muss eine Interaktion her!
Der Zuschauer muss sich wagen, an den Werk näher zu schreiten, es zu greifen, zu ent-decken. Was er in der Ausstellung von Pedro Warnke Verdeckt - Entdeckt auch tut. Mit - oder ohne - Hilfswerkzeuge sind die Zuschaer beinahe gezwungen, diese vermeintliche Distanz zum Exponat zu überwinden. Menschen berühren die Werke, Menschen greifen ein.
Menschen be-greifen.
Hinter den Wolldecken verstecken sich verschiedensten Welten. Pedro Warnke bediente sich dabei dreierlei Quellen:
Und die Zuschauer gingen ran ans Werk. All die Objekte und Bilder wurden so richtig untersucht.
Was haben wir also hier? Ich zitiere unter jedem Foto die "Inventarliste", die in der Ausstellung verteilt wurde.
Eine Koexistenz des Fragilen mit dem Robusten. Koexistenz? Vieleicht ja doch:
2007_04102010 Anfang und Ende
Vogelnester auf Holzbalken, Nagel, div. Kreuzformen
Dann war dort ein uralter Koffer unter der Decke versteckt. Seine Beschriftung war sehr enigmatisch:
24112010 (Ein letzter Wille)
Koffer mit Inhalt (Beschriftung: "Nur alle zehn Jahre öffnen!")
Ein Gemälde mit Kneipen-Motiven. Und da Kneipen bekanntlich kein Ort für Kinder sind, findet man hier einen Magritte-esquen Hinweis:
Ce sac n'est pas un jouet
14082010 (o.T.)
Unbekannt, Öl auf Malpappe; auf Holzplatte
Eine Flaschenpost besonderer Art. Nur die Unterschrift gibt uns Hinweise über die Inhalte
1936_1984/2010 (Inhalt: "Heil-Hitler-Gruß" eines Zwölfjährigen)
Originalflasche der ehemaligen Likörfabrik Georg Eckrich II, Groß-Gerau, gefunden in Trebur
Das nächste Objekt spricht für sich - ebenfalls durch die eigene Beschreibung (liest sich wie ein Text zum neuen Lied von Blixa Bargeld).
18032011 (+ mein Leben?)
Männliche Schädeldecke (ca. 5000 v. Chr.) montirt an Boden einer aufrecht gestellten alten, wurmstichigen Werkbank-Schublade, darunter angeordnet Autobiographien von Marcel Reich-Ranicki u. Pelé -, 2 kleine Holzstäbe sich kreuzend lose zwischen den Büchern gelegt.
Und dann: Homage an Beuys. Beuys verarbeitete in seinen Werken Hausstaub. Pedro Warnke wunderte sich aber, wieso die Spinnweben in Werken von Beuys kein Platz gefunden haben. Daher sammelte er in zwei Pappschachteln diese äusserst zerbrechliche Strukturen für Beuys und wollte irgendwann als Geburtstagsgeschenk übergeben. Und - wie der Zufall es will - am Tag vor der Vernissage, am 12.05.2011 wäre Beuys 90 Jahre alt!
2008_06012011 (Material für J.B. zum Geburtstag)
2 Pappschachteln, gefüllt mit Spinnwebe, 2 Murmeln 1920er Jahre, 2 Plastik-Kreuzformen, in Holzkasten gestellt und mit Glas abgedeckt, alles montiert auf Zeichenbrett 1920er Jahre.
Das ist nur eine kleine Auswahl gewesen.
Und hier, als eine Video-Impression
Hier waren alle involviert: der Autor und die Museumsbesucher, unabhängig davon, wie jung die sind.
Die Zuschauer wurden plötzlich zu Teilnehmern eines vollbesetzen Performances - ein Flashmob ohne Vorwarnung, eine komplette Involvierung, ja gar Zerschmelzung mit dem Kunstwerk selbst. Eine wohl bisher grösste Gruppenperformance von IGG 1973.
Weitere Fotos: http://www.flickr.com/photos/vladix/sets/72157626728609548/
und: http://www.flickr.com/photos/mzvetina/sets/72157626599504771/
Kunststeckbrief
Was: Verdeckt - Entdeckt
Wo: Stadtmuseum Gross-Gerau
Wann: 13.05.-28.08.2011
Medien: IGG-Webseite
@ 2011-05-01 – 17:18:05
Zu Anfang des neuen Jahrzehnts im absolut neuen Millennium scheppert's gewaltig, was die Pre-Post-Popkultur angeht. Und während der Autor von Biene Maja des Nationalsozialismus bezichtigt wird, geschieht drüben in der Neuen Welt etwas ausnahme-mässiges:
Superman gibt seine amerikanische Staatsbürgerschaft ab.
Der gebürtige Kryptonier bekennt sich im 900. Jubiläumsheft der Internationalität. Er habe bisher die Welt zu eng gesehen, und...
Und während drüben bereits Protestwellen herumirren (einige sehen in diesem Schritt gar den Antiamerikanismus von Superman), kann ich nun ruhig sagen:
Jetzt ist Superman auch mein Held.
| LeseTIPPs in diesem Blog: => Schwitters-Tagung 2011 => Einstürzenden Neubauten und Dadaismus => Kulturtipps von Merzmensch |
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