Und dann war da plötzlich Cabaret Voltaire.
Eigentlich waren wir gerade nach Zürich gekommen und hatten Hunger. Wir suchten nach einem futteritären Ess-Ort, fanden jedoch nichts passendes, weder neben dem Hotel, noch an der Bahnhofstrasse, dann gingen wir über eine Brücke zu Niederdorf (als unser post-fressariales Ziel entworfen), und dann...
standen wir plötzlich vor Cabaret Voltaire.
Nach einer kurzen historisch-kulturellen Analyse

war uns klar: Ja, das ist Cabaret Voltaire. Wie ein Hut. Wie ein Hut. (Erfrischungsgetränke inklusive).
Uns hat also Voltaire zu sich gelenkt, da lachen die Ratten von Hameln!
Und so stürmten wir hinein, und im ersten Augenblick habe ich schon verstanden, was mir all die Jahre gefehlt hat.
Und zwar...
Cabaret Voltaire
Cabaret Voltaire

Cabaret Voltaire
So eine einzigartige Atmosphäre hatte ich selten erlebt: alles strahlte nach Möglichkeiten, nach Dada, nach Merz.
Hugo Ball glänzte mit seinem Matt-Kostüm.
Kurz Schwitters lachte mit seinem MERZ-Bau.
Herr Hützeler (dazu später mehr) protzte mit seiner panierten Socke.

Doch (oder besser: und) über diesem ganzen Wahnsinn erhob sich der verschmitzte Voltaire.
Also das, meine Damen und Herren, das würde ich, der brave und naturgesetzbewusste Merzmensch, als Euphorie bezeichnen. Euphorie der elysischen Wahnsinnsekstase. (In jedem Zeitungskiosk und als Abonnement erhältlich).
Doch es kam noch besser, es gab noch eine Hochzeit... Mit Bazon Brock als Brautführer MERZ. Aber darüber erzähle ich wohl das nächste Mal.


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